Ökologische Leitlinien

Jugend braucht Zukunft

Ein Afrikanisches Sprichwort sagt:
Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, werden das Gesicht der Welt verändern.(1)

Jeder von uns hat, kurz gesagt, die Möglichkeit zu begreifen, dass auch er noch so bedeutungslos und machtlos, die Welt verändern kann. Jeder aber muss bei sich anfangen. Würde einer auf den anderen warten, warteten alle vergeblich.

1992 wurde auf dem Erdgipfel in Rio de Janeiro die Agenda 21, ein Handlungs- und Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert beschlossen. Im Kapitel 36 der Agenda 21 werden die Bildungsstätten aufgefordert, die in ihren Möglichkeiten stehenden Mittel zu ergreifen, eine zukunftsbeständige Entwicklung der Menschheit zu ermöglichen. Die Entwicklung von Schulprogrammen mit ökologischem Inhalt ist die Konsequenz dieser Forderung der Weltgemeinschaft. Die „ökologisch orientierten Schulen“ in Hessen arbeiteten gemeinsam an dieser Schulprogrammentwicklung. Denn nur, wenn alle Bildungs- und Erziehungsträger auf allen Bildungs- und Altersstufen gemeinsam an der Zielstellung arbeiten, kann eine erfolgreiche ökologische Bewußtseinsbildung mit Handlungsbereitschaft erzielt werden.

„Zukunft braucht Jugend, Jugend braucht Zukunft“.

1) Broschüre „Hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Jugend, Familie und Gesundheit“ – Hessen 2010 –Agenda 21 – global denken, lokal handeln – S.27

 

Die „Philosphie“ und Leitideen unserer Schule

Unsere Schule fühlt sich den Forderungen der Agenda 21 verpflichtet, deshalb steht die ökologische Bewußtseinsbildung im Vordergrund unserer pädagogischen Arbeit. Lehrer, Studierende und Schüler sollen stets Achtung vor Mensch und Umwelt (Tier, Pflanze, unbelebte Natur) haben und den Schutz der natürlichen Grundlagen in den Mittelpunkt ihrer ökologischen Arbeit stellen.

Daneben ist die Öffnung der Schule eine wesentliche Zielstellung. So soll die Schule in das gesellschaftliche Leben der Region integriert werden, Impulse aussenden und durch Evaluation auf Erfordernisse der Gesellschaft reagieren. Das gilt für ökologische Belange, vor allem für Energiefragen der Gesellschaft. Unsere Studierenden im Schwerpunkt "Nachhaltige Energietechniken" (Fachrichtung: Umweltschutztechnik) sollen die Öffentlichkeit in unserem Energieberatungszentrum über Umwelt- und Energiefragen beraten.

Durch Projektarbeit, die sich in schulform- und fächerübergreifendem Unterricht mit ökologischen Inhalten äußert, soll das geforderte Bewußtsein von Lehrern, Studierenden und Schülern verinnerlicht und die Selbstständigkeit gefördert werden, so dass umweltbewusstes Handeln den Alltag in der Schule sowie im gesellschaftlichen und privaten Leben prägen. Da wir eine berufliche Schule sind steht die Ausbildung für die Berufspraxis im Zentrum unserer pädagogischen Arbeit. Die Einheit von Ökonomie und Ökologie besitzt Priorität. Wir sind der Auffassung, daß ökologisches und soziales Denken und Handeln die Voraussetzung für neue Arbeitsplätze schafft und so eine soziale Sicherheit garantiert. Unsere Philosophie ist – eine gute Umweltpraxis sollte auch eine gute Wirtschaftspraxis sein.

So soll unsere Schule als berufliche Schule ihrer Verantwortung einer qualifizierten, zukunftsorientierten, aber auch marktorientierten Ausbildung nachkommen. Die pädagogische Arbeit soll zukünftig so gestaltet werden, daß die Entwicklung zum ökologischen Denken und Handeln als Prozeß begriffen – und deshalb kontinuierlich evaluiert wird.

Durch diese ständige Angleichung an die ökologischen Erfordernisse, sollen auch die in den „ Agenda 21 – Richtlinien“ geforderte „sustainable development“ (nachhaltige Entwicklung) erfüllt werden. Wichtig ist, daß sich das Kollegium als Vorbild sieht und daß durch einen modernen praxisorientierten Unterricht die notwendigen Kompetenzen erworben werden. Außerdem sollen die Selbständigkeit und Eigenverantwortlichkeit als allgemeine pädagogische Ziele der Persönlichkeitsentwicklung gefördert werden. Unsere Studierenden / Schüler sollen so unterrichtet werden, daß sie nicht nur ein hohes Umweltbewußtsein entwickeln, Konfliktfähigkeit lernen, sondern sich auch den Grundlagen des Humanismus verpflichtet fühlen, um Teamfähigkeit zu beweisen.