BFS Metalltechnik

Berufsfachschule Metalltechnik

Qualifizierung: 

  • Mittlerer Bildungsabschluss
  • Anrechnungsmöglichkeit des 1. Ausbildungsjahres in einem Ausbildungsberuf der Metalltechnik

Die zweijährige Berufsfachschule vermittelt eine berufliche Grundbildung und führt zu einem mittleren Bildungsabschluss.

Der erfolgreiche Besuch der zweijährigen Berufsfachschule wird nach Maßgabe der auf der Grundlage des Berufsbildungsgesetzes erlassenen Rechtsverordnung als erstes Jahr der Berufsausbildung in bestimmten Ausbildungsberufen angerechnet.

Aufnahmebedingungen:

Um eine zweijährige Berufsfachschule besuchen zu können, muss man über einen qualifizierten Hauptschulabschluss verfügen oder einen Hauptschulabschluss mit befriedigenden Leistungen nachweisen.

In zwei der drei Fächer Mathematik, Deutsch und Englisch müssen mindestens befriedigende Leistungen erbracht worden sein, in einem Fach dieser drei Fächer darf auch eine ausreichende Leistung vorhanden sein.

Im Durchschnitt müssen befriedigende Leistungen in allen anderen Fächern sowie eine Eignungsfeststellung der abgebenden Schule nachgewiesen werden.

Lernfelder/Lehrplan:

Den berufsbezogenen Fächern liegen die Lerninhalte und die Lernziele des ersten Ausbildungsjahres in der Metalltechnik zugrunde.

Lernfelder im berufsbildenden Lernbereich

1. Ausbildungsjahr:

Lernfeld 1: Fertigen von Bauelementen mit handgeführten Werkzeugen

Lernfeld 2: Fertigen von Bauelementen mit Maschinen

2. Ausbildungsjahr:

Lernfeld 3: Herstellen von einfachen Baugruppen

Lernfeld 4: Warten technischer Systeme

Unterrichtsfächer im allgemein bildenden Lernbereich:

Deutsch, Englisch, Mathematik, Naturwissenschaften, Politik und Wirtschaftskunde

Wahlpflichtunterricht:

Umweltlernen, EDV

Unterrichtsorganisation:

Der schulische Unterricht findet zum Teil im Klassenverband als auch in Teilgruppen ( Werkstatt und Laborunterricht ) statt.

Im 1. Ausbildungsjahr werden ca. 30 Unterrichtsstunden an der Schule unterrichtet, im 2. Ausbildungsjahr sind es ca. 35 Unterrichtsstunden.

Im 1. Ausbildungsjahr absolvieren die Schülerinnen und Schüler an einem Tag der Woche ein Betriebspraktikum.

Im 2. Ausbildungsjahr erfolgt ein einmaliges zweiwöchiges Betriebspraktikum nach den Sommerferien.

Prüfungen:

Die Ausbildung an der Berufsfachschule schließt mit einer Projektprüfung sowie einer schriftlichen Abschlussprüfung in den Fächern Fachtheorie, Mathematik, Deutsch und Englisch ab. In einzelnen Fächern kann sich noch eine mündliche Prüfung anschließen.

Berufsfelder/Weiterbildungsmöglichkeiten:

Nach bestandener Abschlussprüfung kann eine Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf absolviert werden. Möglich ist auch eine vollschulische Ausbildung an einer Höheren Berufsfachschule, die zu einem Assistentenberuf qualifiziert. An der beruflichen Schule des Wetteraukreises in Butzbach werden die folgenden Ausbildungen für Assistentenberufe angeboten:

 

  • Medientechnische/r Assistent/in
  • Umweltschutztechnische/r Assistent/in
  • Assistent/in für Solarthermie und Photovoltaik
  • Assistent/in für Nachwachsende Rohstoffe

An diesen Höheren Berufsfachschulen kann man neben der beruflichen Erstausbildung auch die Fachhochschulreife erwerben.

Wenn die Aufnahmevoraussetzungen erfüllt sind, können auch weiterführende Schulen besucht werden wie die Fachoberschule zum Erwerb der Fachhochschulreife sowie die gymnasiale Oberstufe eines allgemeinbildenden oder beruflichen Gymnasiums zum Erwerb des Abiturs.

Weiteres

Besonderheiten

Durch die enge Verknüpfung von Theorie und Praxis in Verbindung mit einem handlungsorientierten Ansatz wird das Ziel verfolgt, den Anschluss an die betriebliche Ausbildung nach dem Abschluss der Berufsfachschule zu ermöglichen. Mit einem hohen Anteil an Selbstlernphasen wird gleichzeitig eine Grundlage für ein eigenständiges und selbstbestimmtes Lernen gelegt. Damit werden den Schülerinnen und Schülern die Voraussetzungen für ein lebenslanges Lernen gegeben, um so zukünftig den Wissensanschluss an die sich rasch entwickelnde Technik zu erhalten.

Hinweise

Nicht in die Berufsfachschule aufgenommen wird, wer eine zweijährige Berufsfachschule in einem anderen Berufsfeld oder einer anderen Berufsrichtung besucht oder eine duale Berufsausbildung absolviert habt bzw. wer das 18. Lebensjahr vollendet hat.

Anmeldeschluss ist der 30. April. Ausnahmen sind möglich, sofern noch freie Plätze vorhanden sind. Über die vorläufige Aufnahme des Schülers entscheidet nach Vorlage des letzten Halbjahreszeugnisses sowie des Schulgutachtens der Schulleiter.

Die vorläufige Aufnahmeentscheidung wird der Bewerberin bzw. dem Bewerber schriftlich mitgeteilt. Die endgültige Entscheidung über die Aufnahme in die Berufsfachschule wird erst bei Vorlage des Zeugnisses über den Hauptschulabschluss getroffen.