HBFS Solarthermie und Fotovoltaik

Assistentinnen und Assistenten für Solarthermie und Fotovoltaik

Qualifizierung

 

  • Staatlich geprüfte Assistentin für Solarthermie und Fotovoltaik
  • Staatlich geprüfter Assistent für Solarthermie und Fotovoltaik
  • Fachhochschulreife (durch Zusatzunterricht im 2. Ausbildungsjahr)

Aufnahmebedingungen

Ein qualifizierter Mittlerer Bildungsabschluss einer Realschule bzw. einer Berufsfachschule oder ein als gleichwertig anerkannter Bildungsabschluss. Dabei müssen die Leistungen in zwei der drei Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch mindestens befriedigend sein. Im dritten Fach darf die Leistung nicht schlechter als ausreichend sein.

Lernfelder/Lehrplan

Berufsbildender Bereich:

  • Sprachkompetenz vertiefen und solartechnische Zusammenhänge in Englisch beschreiben - 80 h
  • Physkalische Modelle sowie Arbeitsmethoden beschreiben und auf solartechnische Probleme anwenden - 80 h
  • Mathematische Denk- und Arbeitsweisen beschreiben und zur Lösung solartechnischer Probleme anwenden - 120 h 
  • Bauteile mit handgeführten Werkzeugen fertigen - 160 h
  • Solarthermische Anlagen analysieren, auf Funktion prüfen und warten (I) und (II) - 320 h
  • Fotovoltaikanlagen analysieren, herstellen, auf Funktion prüfen und warten (I, bilingual) und (II) - 280 h
  • Installationen von solarthermischen Anlagen planen und ausführen  - 200 h
  • Installationen von Fotovoltaikanlagen planen und ausführen (I) und (II) - 280 h
  • Projekte der Nachhaltigen Energietechniken im europäischen Kontext planen, durchführen und präsentieren (bilingual) - 160 h

Allgemeinbildender Bereich:

  • Deutsch 80 h
  • Englisch 80 h
  • Mathematik 80 h
  • Politik und Wirtschaft 80 h 

Unterrichtsorganisation

Der Unterricht findet in „normalen“ Unterrichtsräumen, in Laborräumen, in Werkstatträumen und in „Freiluftklassenräumen“ auf dem Schulgelände statt.

Am Ende des 1. Ausbildungsjahres absolvieren die Schülerinnen und Schüler ein 4-wöchiges Betriebspraktikum und im ersten Halbjahr des 2. Ausbildungsjahres absolvieren sie an einem Tag in der Woche ein Betriebspraktikum.

Die fachpraktische Ausbildung ist an den Bereich der Heizungs-, Sanitär- und Klimatechnik (für die Solarthermie) sowie an den Bereich Elektroinstallation (für die Photovoltaik) angelehnt. Die Ausbildung beinhaltet große Anteile von fachpraktischem Unterricht und neben den Themen Solarthermie und Photovoltaik gehört auch die selbständige Projektarbeit dazu.

Prüfungen

In den Fächern und Lernfeldern werden Klausuren geschrieben. Es wird die Beteiligung im Unterricht sowie der Vortrag von Referaten bewertet.

Der erfolgreiche Abschluss des ersten Ausbildungsjahres ermöglicht die Zulassung in den zweiten Ausbildungsabschnitt, der mit 3 lernfeldübergreifenden Prüfungen endet.

Die Abschlussprüfungen umfassen die Lernfelder:

  • Solarthermische Anlagen analysieren, auf Funktion prüfen und warten
  • Fotovoltaikanlagen analysieren, herstellen, auf Funktion prüfen und warten
  • Installationen von solarthermischen Anlagen planen und ausführen
  • Installationen von Fotovoltaikanlagen planen und ausführen
  • Bauteile mit handgeführten Werkzeugen fertigen

Berufsfelder/Beschäftigungsmöglichkeiten

Die beruflichen Tätigkeiten einer/eines ausgebildeten Assistentin/Assistenten umfassen die Planung und die Durchführung der Installation, die Mitarbeit bei der Inbetriebnahme, sowie die Wartung und Instandsetzung von Solarthermischen Anlagen und Photovoltaikanlagen. In Fachfirmen für Solartechnik (Solarthermie und Photovoltaik) sowie in Firmen der Heizungs-, Sanitär- und Klimatechnik bzw. der Elektroinstallation die auch Solarthermische Anlagen bzw. Photovoltaikanlagen installieren, können Absolventen beruflich tätig sein.

Weiteres

Zusatzqualifikationen:

KMK-Fremdsprachenzertifikat berufliches Englisch

Erwerb der Fachhochschulreife

Durch jeweils 2 Unterrichtsstunden in der Woche in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik wird den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit eröffnet, die allgemeine Fachhochschulreife zu erwerben. Der Erwerb der schulischen Fachhochschulreife und ein halbjähriges betriebliches Praktikum führen zur allgemeinen Fachhochschulreife und eröffnen die Möglichkeit, ein Bachelor-Studium an einer Fachhochschule oder Universität aufzunehmen.

Anfallende Kosten

Bis auf 60 € Laborgebühren im Jahr ist der Besuch der Schule kostenfrei

Förderungsmöglichkeiten

Schüler/innen-Bafög möglich

Besonderheiten

Die Berufs- und Technikerschule Butzbach bietet eine gute Perspektive für eine berufliche Zukunft im Energie- und Umweltbereich. Schülerinnen und Schüler, die naturwissenschaftlich interessiert sind und eine berufliche Perspektive mit fachpraktischen Schwerpunkten suchen, werden angesprochen. Spaß an dem praktischen Umgang mit Erneuerbarer Energien sind ideale Begleiter.

Die Technikerschule Butzbach bietet an der Fachschule eine ideale berufliche Weiterbildung mit dem Schwerpunkt "Energiemanagement und Energieeffizienz" an.