FS Fachbereich Technik

Staatlich geprüfte/er TechnikerIn

Qualifizierung

  • Staatlich geprüfte/r TechnikerIn in der Fachrichtung Maschinentechnik mit dem Schwerpunkt Automatisierungstechnik
  • Staatlich geprüfte/r TechnikerIn in der Fachrichtung Maschinentechnik mit dem Schwerpunkt Maschinenbau

Aufnahmebedingungen

Facharbeiter/innen mit mindestens einem Jahr Berufspraxis aus den Bereichen

  • Elektrotechnik
  • Metalltechnik

oder

  • mindestens 5-jährige einschlägige berufliche Tätigkeit

Lernfelder/Lehrplan

Fächer

  • Deutsch
  • Englisch
  • Mathematik
  • Politik, Wirtschaft, Recht, Umwelt
  • Berufs- und Arbeitspädagogik 1

Lernfelder*

  • Aufträge mit Methoden des Projektmanagements bearbeiten
  • Qualitäts- und Umweltmanagementsysteme anwenden
  • Einfache Baugruppen dimensionieren, darstellen und gestalten
  • Fertigung bauteilbezogen analysieren, planen, bewerten und optimieren (unsere Ausstattung)
  • Einfache technische Systeme automatisieren
  • Produkte und Betriebsmittel entwickeln und konstruieren
  • Produktionssysteme gestalten und projektieren
  • Produktion organisieren und optimieren
  • Projektarbeit

Wahlpflichtbereich

  • Mathematik FH
  • Unternehmensführung und Existenzgründung

Wahlbereich

  • Berufs- und Arbeitspädagogik 2

ca. 35 Unterrichtswochenstunden

* Lernfelder sind für die Schwerpunkte Automatisierungstechnik und Maschinenbau bis auf Stundenabweichungen identisch

Unterrichtsorganisation

In Vollzeit- (Tagesschule, 2 Jahre ) und

Teilzeitform (berufsbegleitende Abendschule, 4 Jahre)

Prüfungen

In den Fächern und Lernfeldern werden Klausuren geschrieben. Es wird die Beteiligung im Unterricht sowie der Vortrag von Referaten bewertet.

Eine Zwischenprüfung gibt es nicht. Die Zulassung zum 2. Studienjahr erfolgt bei mindestens ausreichenden Leistungen.

Die Abschlussprüfung zum/zur Staatlich geprüften Lebensmitteltechniker/in umfasst zwei schriftliche Prüfungsarbeiten mit lernfeldübergreifenden Themenstellungen sowie eine mündliche Prüfung.

Berufsfelder/Beschäftigungsmöglichkeiten

Die mögliche Einsatzbreite von Automatisierungs-/Maschinenbautechniker/-innen überspannt dabei alle Bereiche

  • der Fertigungs- und Verfahrenstechnik,
  • den Konstruktionsbereich
  • die Produktionsplanung und -steuerung
  • des Qualitätsmanagements sowie
  • die Materialwirtschaft und den Vertrieb. 

Aufgrund der Weitläufigkeit des Bereiches Maschinentechnik ist eine spezialisierte Ausrichtung ihrer Tätigkeit typisch.

Automatisierungs-/Maschinenbautechniker/-innen projektieren, entwerfen, berechnen und konstruieren technische Systeme oder Systemteile, erarbeiten die notwendigen Vorgaben für eine wirtschaftliche und termingerechte Fertigung und Montage. Bei der Entwicklung von Lösungsstrategien wenden sie naturwissenschaftliche, mathematische Methoden an.

Im Bereich der Fertigung überwachen und optimieren sie Prozessabläufe, den Material- und Maschineneinsatz und kontrollieren die Qualität der Produkte. Darüber hinaus sorgen sie für die Instandhaltung der Betriebsanlagen und kümmern sich um Einkauf und termingerechte Bereitstellung von Material und Betriebsstoffen. Auch der Verkauf maschinenbautechnischer Erzeugnisse, die Angebotserstellung, der Kundenservice und die technische Kundenberatung sowie Schulung von Mitarbeitern und Ausbildung gehören zu ihren potentiellen Aufgabengebieten.

Der jeweilige Verantwortungsbereich von Automatisierungs-/Maschinenbautechniker/-innen ist unter anderem abhängig von der Größe und Struktur des Beschäftigungsbetriebes. In mittleren und kleinen Betrieben kann sich die Tätigkeit auch über mehrere Bereiche erstrecken. Die Aufgabencharakteristik kann dabei von der Erledigung definierter und vorgegebener Aufträge bis hin zur eigenverantwortlichen Planung und Durchführung reichen. Bei der Lösung der Aufgabenstellungen beachten sie technische, betriebswirtschaftliche und ökologische Aspekte ebenso wie gesetzliche Vorschriften und sicherheitstechnische Regelungen und Normen.

Techniker/-innen der Fachrichtung Maschinentechnik entwickeln, berechnen und konstruieren Maschinen und Anlagen für die unterschiedlichsten Wirtschaftsbereiche und Anwendungszwecke. Sie planen und organisieren die Fertigung und Montage, sorgen für einen optimalen Betrieb und für die Instandhaltung. Weitergehende Aufgabenbereiche finden sich im Kundenservice, in der Anwendungsberatung und im technischen Vertrieb.

Automatisierungs-/Maschinenbautechniker/-innen nehmen in ihren Einsatzbereichen eine vermittelnde Stellung zwischen den ausführenden Fachkräften der Fertigung und den Ingenieuren ein. Aber nicht nur technisch-fachliche Kompetenz sollte ihre Qualifikation auszeichnen. Als Führungskräfte wird von ihnen weit mehr verlangt. Mitarbeiterführung, Ausbilderverantwortlichkeit und Kundenkontakte fordern ein ausgeprägtes Maß an Einfühlungsvermögen, Teamfähigkeit aber auch Durchsetzungskraft und selbstverständlich auch ordentliche Umgangsformen.

Industrialisierung und Automatisierung haben in den vergangenen Jahrzehnten die Wirtschaft in wesentlichen Teilen umgestaltet. Heute sind es die neuen Technologien, insbesondere die Informationstechnik im weitesten Sinne, welche die Entwicklung im gesamten Produktions-, Verwaltungs- und Dienstleistungsbereich bestimmen. Die Innovations-, Wachstums- und Veränderungszyklen werden immer kürzer. Dies hat ständige Anpassung der Qualifikationen von Fachkräften zur Folge und erfordert eine ständige Weiterbildung nach der beruflichen Erstausbildung.

Weiteres

Zusatzqualifikationen

Qualifizierungsmöglichkeiten während der Ausbildung

  • Erwerb des Mittleren Bildungsabschlusses: mit der Zulassung in das zweite Ausbildungsjahr. In den Fächern Englisch und Deutsch müssen mindestens ausreichende Leistungen vorliegen.
  •  Erwerb der Fachhochschulreife: mit 2 zusätzlichen Wochenstunden Mathematik im zweiten Ausbildungsjahr. Im Anschluss an die Technikerprüfung erfolgt eine schriftliche Prüfung in Mathematik.
  •  Erwerb der Ausbildungsberechtigung für die berufliche Erstausbildung: mit einer zusätzlichen Wochenstunde Berufs- und Arbeitspädagogik im zweiten Ausbildungsjahr. Die schriftliche und eine praktische Prüfung erfolgen im zweiten Ausbildungsjahr.
  • KMK-Fremdsprachenzertifikat berufliches Englisch
  • Zusatzausbildung zum SPS-Techniker in Zusammenarbeit mit dem Förderverein der Berufsschule Butzbach

In Zusammenarbeit mit der TÜV-Süd-Akademie können folgende Bezeichnungen erworben werden:

  • Fachkraft für Qualitätsmanagement (QMF)
  • Qualitätsmanagementbeauftragter (QMB)

Prüfungstermine werden während der Ausbildung angeboten.

Qualifikationsmöglichkeit im Anschluss an die Ausbildung:

Anfallende Kosten

  • 100 € Materialpauschale (Laborgebühr) pro Schuljahr laut Erlass vom 16. Februar 2016. Diese wird an allen zweijährigen Fachschulen (Vollzeit) von den Studierenden erhoben. In der Teilzeitform fallen 50 € pro Schuljahr an. Die Pauschale ist im Voraus zu entrichten.
  • Kosten für Messefahrten, Betriebsbesichtigungen
  • Eventuell Anschaffung eines Computers/Druckers
  • Kopierkosten
  • Eventuell Anschaffung von Broschüren, Büchern

 Wenn gewählt

  • Gebühren für Zusatzprüfungen

Förderungsmöglichkeiten

Besonderheiten

  • Topausbildung in einem der größten Wirtschaftswachstumsbereiche
  • Praxisnahe Qualifizierung durch Projektarbeiten und Kontakte zum Handwerk, zur Industrie, zu Behörden und Kommunen